539 Nur Der HSV... macht Sommerpause

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  • Ein Blick auf die aktuelle Lage beim HSV Nicht, dass wir das nicht schon vorher wussten, aber: Beim HSV wird's nie langweilig. Nie! Und so sprachen Hoobs und Sascha nicht nur über das letzte Saisonspiel, sondern auch über den neuen Sportchef, den nicht vorhandenen neuen Trainer, über AR-Vorsitzende und die abgelaufene Saison im allgemeinen. Viel Spaß! Twitter: @NurDerHSVPod



  • Lieber Hoobs, lieber Sascha,


    auf Twitter hatte ich euch kürzlich eine Nachricht geschrieben, dass ich die letzte Podcast Folge irgendwie...wie soll ich sagen... unbefriedigend fand. Ich konnte nicht genau erklären warum, musste selber ein paar Tage darüber nachdenken. Dies ist jetzt der Versuch einer Erklärung. Dafür muss ich allerdings ein wenig ausholen. Aber vielleicht hilft euch das auch irgendwie bzgl. der Zukunft des Podcasts.


    Seit dieser Saison gebt ihr euch beide (Hoobs mehr als sonst) demonstrativ als "Fans" aus, die vom Fußball ja eigentlich gar keine Ahnung haben sondern letztendlich "nur" emotional und subjektiv auf den Verein blicken. Oft hieß es diese Saison bei euch: "wir sind ja Fans, keine Experten". Ich habe vor einiger Zeit mehrere Jahre in einer ostasiatischen Metropole gelebt, wo viele "gescheiterte Fußballexistenzen" (Fußballer, die irgendwann mal in Europa hochgejubelt worden waren und dann aus unterschiedlichen Gründen den Anschluss verpassten) in der lokalen Liga spielten. Ein Bekannter arbeitete zu der Zeit als Manager für einige von ihnen. Einmal sagte er zu mir: "sei froh, dass du nicht hinter die Kulissen dieses Geschäfts blicken musst. Lass es sein. Du würdest jeden Spaß am Fansein verlieren". Nun bin ich nicht naiv und auch kein verklärter Fußballromantiker. Dass Fußball ein komplett unkontrolliertes, hyper-kapitalistisches Millionengeschäft ist, das sich keiner traut zu regulieren (Fußball ist halt Opium fürs Volk) wusste man auch schon vor Football-Leaks. Trotzdem wirft das Statement meines Bekannten eine interessante Frage auf: was bedeutet es Fan zu sein? Heißt "nur" Fan zu sein gleichzeitig, sich weniger kritisch mit der Vereinspolitik und den strukturellen Problemen des Fußballs auseinanderzusetzen und sich "nur" auf das oft zitierte sogenannte "Wesentliche" (die 90 Minuten) zu konzentrieren?


    Ich selber würde mich als säkularisierten Fan bezeichnen. Ich freue mich bei Siegen und ärgere mich bei Niederlagen. Fußball macht mir Spaß und ist angenehme Unterhaltung. Gleichzeitig lasse ich den HSV nie und nimmer so nah an mich ran, dass eine Niederlage meinen Tag bzw. mein Wochenende versauen würde. Das war früher (vielleicht) anders und hat auch viel mit der HSV Vereinspolitik zu tun, aber auch mit der Volksreligion Fußball im allgemeinen und der Tatsache, dass ich mich beruflich ein wenig mit der Soziologie und Kultur des Fußballs beschäftigt habe. In sozialen Medien wird oft darüber diskutiert, was denn nun ein "echter" Fan sei. Da gibt es dann meist zwei Extreme: auf der einen Seite die, die den Verein in guten und in schlechten Zeiten bedingungslos unterstützen und auf der anderen Seite die, die kritisch den Finger in alle Wunden legen. Beide Seiten verfolgen, meine ich, ein ähnliches Ziel, nämlich dass der HSV (wieder) erfolgreich Fußball spielt bzw. dass man wieder Spaß am HSV-Fandasein haben kann. Gleichzeitig werfen sich aber beide Seiten gegenseitig vor, genau diesen Zielen im Wege zu stehen. Erstere bezichtigen letztere der "Miesmacherei" und dass alles immer nur negativ gesehen würde, was letztendlich dem Verein schade und sprechen ihnen manchmal sogar das Prädikat "Fan" ab. Letztere beschuldigen erstere dagegen, durch unkritisches Verhalten und blinder Gefolgschaft, die Misswirtschaft und Planlosigkeit und den dadurch letztendlich resultierenden sportlichen Misserfolg erst zu ermöglichen.


    Ich würde mich persönlich, wenn ich denn eine der beiden Extreme wählen müsste, eher der letzteren Gruppe zuordnen. Aus dem einfachen Grund, dass mir bedingungslose Identifikation mit oder Unterstützung für eine Sache grundsätzlich suspekt sind, vorallem dann wenn diese Sache ein Fußballverein ist. Gleichzeitig maße ich mir aber nicht an, andere Menschen für ihre Lebenseinstellung oder Freizeitbeschäftigung zu diskreditieren. Der berühmt und berüchtigte "Gravesen" (der ja auch gegen euch schon mehrere Male ordentlich verbal ausgeteilt hat und dessen Umgangston ich nicht mag, den ich inhaltlich aber meistens sehr schätze) spricht ja immer davon, dass das größte Kapital des Vereins die Dummheit seiner Fans sei (oder so ähnlich). Das ist vielleicht irgendwie richtig. Nur würde ich nicht das Wort Dummheit verwenden, sondern es mit dem Wort "Menschsein" ersetzen. Es ist absolut MENSCHLICH, sich einer Sache hinzugeben, sich mit einer Sache zu identifizieren, sich etwas sinnstiftendes im Leben zu suchen. Ob das nun ein Fußballverein ist, ein anderer Verein, eine Kirche oder sonst was macht erstmal keinen Unterschied (und das meine ich wirklich nicht despektierlich). Gleichzeitig ist es natürlich auch richtig, dass die Definition des "Fanseins" als "bedingungsloser Support in guten und in schlechten Zeiten" ein wesentlicher Teil des Konsumprodukts Fußball ist und dass ein Verein wie der HSV natürlich viel lieber Fans hat, die weiterhin Trikots kaufen, ins Stadion gehen und Sky Abos abschließen als welche, die viele unbequeme Fragen stellen und sich im Zweifelsfall sogar vom Fußball abwenden. Mit anderen Worten: Fans, die das System Fußball grundsätzlich nicht hinterfragen, sind für die Manager, Vermarkter und Vorstandsvorsitzende viel leichter zu handhaben als Fans, die ein kritisches Auge haben.


    Insofern, und jetzt muss ich endlich die Kurve kriegen und zurück zu eurem Podcast kommen, heißt für mich "Fansein" (bzw. die Beschäftigung mit dem HSV) einerseits, nicht den Spaß am Fußball zu verlieren und nicht das Kritisieren zum Beruf zu machen (das sollten Journalisten übernehmen, die das in HH in der Tat bis auf wenige Ausnahmen nicht tun), aber andererseits auch, eine gewisse Distanz zu bewahren und immer auch ein kritisches Auge für die strukturellen Probleme des Fußballs oder, in diesem Fall, des HSV zu haben.


    Und genau diese Balance zwischen gesunder Gelassenheit oder Lockerheit (dem Spaß am Fußballgeschäft) und einer gewissen kritischen Distanz oder dem Blick für größere Zusammenhänge hat den "Nur der HSV Podcast" jahrelang auszeichnet. Ich bin Hörer der aller ersten Stunde seit irgendwann 2011 oder 2012 (ich bin sogar erst über den "Nur der HSV Podcast" zum Reingemacht-Hörer geworden!), also sozusagen ein stetiger Begleiter auf Hoobs' HSV-Reise. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass mich Hoobs immer emotional abgeholt hat was seine Sichtweise auf die jeweiligen HSV Themen zu bestimmten Zeiten betraf. Argumentation, Sichtweise, Kritik, Emotion, all das war für mich nicht nur immer absolut nachvollziehbar, sondern es hat auch fast immer meine eigene Sichtweise oder mein eigenes Gefühl bzgl. entsprechender HSV Themen zu den jeweiligen Zeitpunkten widergespiegelt. Es war immer eine gesunde Mischung aus Kritik und einfach Spaß am Fußball.


    Das bringt mich jetzt zu der letzten Folge. Ich hatte das Gefühl, dass das plötzlich nicht mehr der Fall war, dass es da eine recht große Diskrepanz zwischen meinem persönlichen Empfinden bzw. Sichtweise auf den HSV und eurer Zusammenfassung der Saison, des verpassten Aufstiegs, so wie der Diskussion um die erneute Neuausrichtung des Vereins gab und gibt. Die letzte Folge hat mich nicht mehr in der selben Weise emotional abgeholt wie das in den Jahren zuvor der Fall war.


    Die Gründe dafür liegen, glaube ich, gar nicht in der letzten Folge per se, sondern in der Tatsache, dass ihr euch durch das Attribut "wir sind ja nur Fans" über die letzte Saison immer mehr "nur" mit dem sogenannten "Wesentlichen" (dem Fußball auf dem Rasen) und immer weniger mit dem Drumherum, den Strukturen des Fußballs und des HSV im speziellen beschäftigt habt. Dies gipfelte dann in der letzten Folge, die, so empfinde ich es, irgendwie das I-Tüpfelchen eines längeren Prozesses war.

    Für mich sind der Rausschmiss von Wolf, die Alleinherrschaft von Hoffmann (trotz anfänglicher Ankündigung, gar kein Interesse am Vorstandsvorsitz zu haben), die Inthronisierung von Boldt (oder wie der heißt) und auch die Verpflichtung von Hecking ein einziges Dilemma (und damit will ich gar nicht sagen, dass Hecking ein schlechter Trainer ist). Dazu kommen noch die Medien, die nach verpasstem Aufstieg plötzlich kollektiv zu kratzen und zu beißen anfingen, die aber jetzt schon wieder alles vergessen haben und nur noch positiv über das Tagesgeschäft schreiben. Es ist die X-te Wiederholung ein und desselben Prozesses. Immer wieder kommt es zum großen Umbruch da die Ziele nicht erreicht wurden. Es werden dann genau die Personen gefeuert (hier: Wolf), die früh auf unbequeme, aber wohl richtige Tatsachen hingewiesen haben (Wolf in der Winterpause bzgl. der Tatsache, dass fast alle Spiele knapp gewonnen wurden und dass man im Limit gespielt habe; Wolf am Ende der Saison, dass man den HSV langsam wieder aufbauen sollte) und es werden neue Personen geholt (Boldt, Hecking), die dann alles anders und besser machen sollen. Nur bleibt das Grundprinzip immer das selbe. Das wurde viel zu wenig thematisiert bei euch.


    Natürlich ist es ermüdend, immer wieder über die Vergangenheit nachzudenken. Man hofft und wünscht und sieht wohl gerne nicht so genau hin. Das ist auch das gute Recht eines jeden Fans. Doch wünschte ich mir, dass ihr, quasi als Teil der demokratisierten Medienlandschaft, nicht den kritischen Blick für die Hintergründe des Geschäfts verliert. Die traditionellen Medien sind zu sehr Marionetten des Vereins. Doch durch Blogs, Twitter, Podcasts usw. gibt es so viele Möglichkeiten, einen aufgeklärteren Fußballdiskurs zu schaffen. Für mich liegt der Mehrwert der unabhängigen "Sportmedien" (zu denen ihr gehört) genau darin.


    Deshalb hoffe ich, dass der "Nur der HSV Podcast" sein kritisches Auge wiederfindet, aber natürlich ohne den Spaß und die Lust am Fußballtagesgeschäft zu verlieren. Das wäre also der recht langen Rede kurzer Sinn. Aber ich schließe nicht ohne auch nochmal ausdrücklich "danke!" zu sagen für die vielen Podcastjahre. Eine super Leistung! Ich werde euch bestimmt weiterhin hören (wenn ihr denn gedenkt weiterzumachen).


    In diesem Sinne,

    liebe Grüße,

    Euer Ideendiebstahl

  • Moin Ideendiebstahl,
    und vorab schon mal vielen Dank für die Kritik und das Auseinandersetzen mit unserem Podcast.
    Ich werde nicht in dieser Deiner epischen Länge antworten können, sondern greife mir ein paar Punkte heraus.

    Die Aussage "Wir sind Fans, keine Experten" ist ja eher so ein Running Gag. Er stammt aus dem Reingemacht-Podcast und Hoobs hat ihn hierüber transportiert. Wenn wir diesen Spruch bringen, dann weisen wir - so interpretiere ich das für mich - auf eine einzige Sache hin: Das, was wir gleich sagen, sagen wir ohne jegliches Hintergrundwissen oder die Hinzunahme geheimer Quellen. Mehr nicht.

    "Ich selber würde mich als säkularisierten Fan bezeichnen. Ich freue mich bei Siegen und ärgere mich bei Niederlagen. Fußball macht mir Spaß und ist angenehme Unterhaltung. Gleichzeitig lasse ich den HSV nie und nimmer so nah an mich ran, dass eine Niederlage meinen Tag bzw. mein Wochenende versauen würde."
    Da sind wir uns zu 100% einig, genauso denke und fühle ich auch.


    "In sozialen Medien wird oft darüber diskutiert, was denn nun ein "echter" Fan sei."

    Das finde ich immer ganz, ganz furchtbar. Ohne jetzt etymologisch den Begriff "Fan" zu untersuchen: Fan ist jemand, der den HSV mag. In welcher Form man den Klub unterstützt - mit Anwesenheit, Geld, einem Podcast oder Blog oder was auch immer - muss jeder für sich selbst bestimmen dürfen, ohne dass er von anderen an den Kopf geworfen bekommt, er sei kein echter Fan. Ich gehe noch weiter: Wer so etwas sagt, hat wenig davon verstanden, was es heißt, ein Fan zu sein und nach meiner Ansicht auch nichts in der HSV-Fanszene zu suchen. Solche Typen brauche ich nicht.


    "Und genau diese Balance zwischen gesunder Gelassenheit oder Lockerheit (dem Spaß am Fußballgeschäft) und einer gewissen kritischen Distanz oder dem Blick für größere Zusammenhänge hat den "Nur der HSV Podcast" jahrelang auszeichnet."

    Sehe ich genauso, weshalb ich mich auch sehr darüber gefreut habe, als Hoobs damals auf mich zugekommen ist und gefragt hat,ob ich mir vorstellen könnte, das Ding gemeinsam zu rocken. Dieses "Infotainment", so möchte ich es mal nennen, war aus meiner Sicht einzigartig. Ich finde übrigens nicht, dass der Podcast davon etwas verloren hat - eventuell hat es sich aber verändert, was normal ist, wenn es nun zwei statt einem Podcaster sind. Ich bringe mich eben auch ein, und das verändert das gewohnte Konstrukt. Manche schätzen das, manche nicht, beides ist vollkommen in Ordnung. Aber in der Gesamtheit finde ich, dass die Struktur gleich geblieben ist. Dass wir auch mal schwächere Folgen produzieren, ist normal - heißt aber auch, dass andere Folgen besser sind. :-)
    In der abgelaufenen Saison - und das hat jetzt mal gar nichts mit dem HSV zu tun - gab es leider sehr häufig auch Dinge im privaten Bereich, die das podcasten schwerer gemacht haben. Das mag auch ein Grund für einen eventuellen "Leistungsabfall" gewesen sein.



  • Wow. Was für ein toller, wertvoller Beitrag! Und auch Sachas Antwort ist super. Ich antworte morgen darauf. Liege schon mit iPad im Bett 😆

  • Zunächst einmal ein großes Dankeschön an rebiger und Hoobs für das schöne Podcastjahr!

    Wir hatten wieder eine Menge interessanter und informativer und spaßiger Folgen (sind zwar weniger als zuvor, aber die Gründe kennen wir ja nun wirklich inzwischen alle ;)) und ich habe jeder Ausgabe aufmerksam gelauscht! DANKE JUNGS! :thumbup:


    Nun möchte ich mich "kurz" einer Antwort von Sascha widmen, da mir da direkt Lesen eine Frage im Kopf rumschwirrte.

    Ich sage direkt vorab: Diese folgende Frage von mir soll niemanden provozieren, beleidigen oder in irgendeiner Art und Weise kränken. Klingt jetzt schlimm, aber hier könnten Meinungen vielleicht wieder weit auseinander gehen oder falsch interpretiert und verstanden werden, deshalb die Vorwarnung. Denkt immer daran: Der Louie ist stets ein freundlicher Dino! :) Also los!


    "In sozialen Medien wird oft darüber diskutiert, was denn nun ein "echter" Fan sei."

    Das finde ich immer ganz, ganz furchtbar. Ohne jetzt etymologisch den Begriff "Fan" zu untersuchen: Fan ist jemand, der den HSV mag. In welcher Form man den Klub unterstützt - mit Anwesenheit, Geld, einem Podcast oder Blog oder was auch immer - muss jeder für sich selbst bestimmen dürfen, ohne dass er von anderen an den Kopf geworfen bekommt, er sei kein echter Fan. Ich gehe noch weiter: Wer so etwas sagt, hat wenig davon verstanden, was es heißt, ein Fan zu sein und nach meiner Ansicht auch nichts in der HSV-Fanszene zu suchen. Solche Typen brauche ich nicht.


    Sascha, du schreibst ja im Grunde, dass sich jeder Fan nennen darf, egal, in welcher Art und wie er den Verein unterstützen mag. Dabei gilt das nicht nur direkt für den Verein, sondern auch für Dinge, die um den Verein herum passieren, zum Beispiel Podcasts, Communitytreffen usw.


    Auf der einen Seite verstehe ich diese Ansicht und finde sie auch zum Teil richtig. Was mich dann aber auf den Plan gerufen hat, ist die letzte Aussage, der Schritt, den du weiter gehst :)

    Ich darf mich überall und jederzeit Fan nennen und das auch ausleben, aber so wie sich das für mich im ersten Moment liest, darf ich darüber nicht anders denken.

    Ich habe da eine andere Sicht drauf und möchte diese hier gleich schildern - und hoffentlich dabei nicht verstoßen werden.

    Aber der Reihe nach, ich möchte kurz etwas erzählen, was meine Kindheit und mein Dasein als Erwachsener angeht:


    Als ich klein war, ca. 6 Jahre alt, hatte ich gefühlt alles, was es so für einen Jungen an Merchandising zum FC Bayern gab: Tassen, Becher, eine Uhr, Bettwäsche mit Spielern drauf, dazu Kissen, eine Federtasche für die Schule und und und.

    Man könnte denken, der Junge war Bayern-Anhänger - gar ein des FC Bayern München.

    Jetzt muss man dazu wissen, dass ich mich als 6-jähriger nicht wirklich für Fussball interessiert habe. Das einzige, was mir gefallen hat, war mit meinem Vater am Wochenende abends Ran zu schauen - dadurch wurde ich bei meinen Eltern ein Fan der Bayern. Warum weiß ich bis heute nicht, ich kann da lediglich vermuten, dass ich die toll fand, weil die damals schon viel gewonnen haben. Und klar, wenn Spieler in das Spotlight gerückt worden, dann fand ich die auch toll, wenn die Tore geschossen haben.

    Was niemand weiß, auch nicht meine Eltern: Ich fand damals auch den HSV schon cool, zumindest soweit man das so sagen kann. Ich habe die Mannschaft immer mit anderen Augen gesehen, als andere Teams - war irgendwie ein anderes Gefühl. Siege und Niederlagen haben mich aber noch nicht berührt - vielleicht auch besser so ;)


    Heute bin ich fast 30 und habe seit einigen Jahren ein anderes Bild über den Begriff Fan und das Fan-Dasein an sich. Klar, liegt natürlich am Alter und an allem, was man so über die Jahre lernt und mitnimmt an Erfahrungen.

    Wirklich am Fussball interessiert bin ich seit Mitte 2012 und rückblickend würde ich mich auch in meiner ersten Saison mit dem HSV noch nicht als Fan bezeichnen. Das hat sich dann mit der zweiten und dritten Saison entwickelt und heraus kristallisiert. Heute bin ich ein Fan, wurde teilweise schon als Hardcore-Fan bezeichnet. Das fand ich komisch, dabei sagt es ja nur aus, dass Menschen verschiedene Ansichten des Fan-Daseins haben.


    Wie versprochen hier mal meine:


    Da ich mich rückwirkend nicht als Fan des FC Bayern sehe und mich auch heute in einem solchen Ausmaß nicht als Fan bezeichnen würde, fällt das bei mir unter das Wort Sympathisant. Wer also beispielsweise den HSV mag, den auch ab und an am Fernseher oder im Radio verfolgt oder mal schaut, wo sind die denn eigentlich in der Tabelle und es bisher vielleicht auch 1-2 Mal ins Stadion geschafft, der sympathisiert mit dem HSV.

    Meine Eltern wundern sich angeblich heute noch (mal mehr, mal weniger), wieso ich denn jetzt dem HSV hinterher laufe - Bayern war doch angeblich mal das Non-Plus-Ultra für mich und dann kommen diese schönen Sätze wie "Einmal Fan, immer Fan!" Tja ja, manchmal werde ich schlagartig ganz müde... :sleeping: ^^


    Aber weiter im Kontext:

    Fans sind für mich die Menschen, für die es im Grunde keine Alternative im Vereinssport gibt (in diesem Fall auf den Profifussball bezogen).

    Bedeutet: Wenn ich regelmäßig ins Stadion gehe, egal ob mit oder ohne Dauerkarte, nach jedem Spiel gerne und viel über den HSV lese und höre - meine Freizeit nach dem eigentlichen Spiel also gerne opfere, um mich mit dem Verein zu beschäftigen - und auch so neben Merchandise noch eine gewisse (in manchen Bereichen auch Möchtegern-)Expertise über den Verein neben der Profimannschaft habe (Vorstand, Jugendmannschaften, Anleihen, Campus, Geldgeber ect.), dann kann ich mich ruhigen Gewissens Fan nennen und nennen lassen.


    Eine Stufe weiter wird's eventuell ein wenig knifflig, denn dann kommt noch eine weitere Unterscheidung innerhalb der Fans ins Spiel: Die Ultras und Hardcore-Fans. Ob sie sich nun selbst so betiteln (lassen) wollen oder nicht - manche geben eben noch mehr als die 120%, die jeder andere HSV-Fan schon geben muss. Gilt natürlich bei anderen Vereinen genauso. Da differenziert man ja im Grunde auch automatisch. Der Satz "Die Ultras sind Schuld, dass wir immer Strafen zahlen müssen und das mit der Pyro nicht aufhört" sagt dabei alles.


    Zum Schluss dieses Romans noch ein kleines Beispiel, als was ich mich selbst nun sehe:

    Ich bin HSV-Fan, aber kein Ultra und will es auch nicht sein oder werden.

    Zudem bin ich Sympathisant von Hannover 96 und dem DSC Arminia Bielefeld (auch aufgrund der Fan-Freundschaften) und des FC St. Pauli.

    Dabei reicht es mir, wenn ich mir anschaue, wo die Mannschaften in der Tabelle stehen und wie die Ergebnisse so sind. Das gilt natürlich im direkten Konkurrenzkampf der zweiten Liga, es galt aber genauso für die erste Liga. Ich habe St. Pauli also auch schon einige wenige Jahre beobachtet, als wir noch oben waren, und ich hatte auch ein Auge auf die Hannoveraner, als diese als einzige der genannten Mannschaften letzte Saison alleine in Liga 1 waren.


    So, ich hoffe, dieser Post regt zur friedlichen Diskussion an und vielleicht auch zum Nachdenken oder Umdenken. Je nachdem, ob es vielleicht notwendig ist (wobei das auch jedermann Empfindungssache ist ;)).

    Und nein, ich erwarte von niemandem hier eine Antwort im gleichen Umfang. Und ja, auch ich muss eventuell das ein oder andere noch besser durchdenken oder vielleicht auch von einer anderen Seite sehen. Falls es da aus eurer Sicht Bedarf gibt - immer gern her damit!

    So und nun verstecke ich flauschiger Dino mich jetzt wieder in den Katakomben des Volksparkstadions und warte das aufkommende Gewitter ab :saint:

    Jeden Tag - Jede Saison - In jeder Liga - NUR DER HSV!

  • Was für ein geiles Feedback von Dir Ideendiebstahl . Ich weiß wie viel Zeit und Mühe in solch einem langen Beitrag stecken. Danke, dass Du Dir diese Zeit genommen hast.


    Ich kann sehr viele Gedanken von Dir verstehen, denke jedoch auch dass Du unsere ironische Aussage "Wir sind keine Experten, nur Fans" ein wenig überinterpretiert hast. Dennoch nehme ich Deinen Hinweis unglaublich gern auf und werde mich auch vor und während der nächsten Folgen hinterfragen, wann es richtig ist nur an der Oberfläche zu bleiben und wann es Zeit ist auch mal tiefer zu gehen.


    Deine Einschätzung Gravensen gegenüber kann ich zu einem sehr großen Anteil teilen. Sein Ton fand ich immer schon anstrengend und unangemessen, inhaltlich beizogen auf dem HSV kann ich ihm zu 98% folgen. Doch ich muss zugeben... so wie er mich beleidigt hat - und so wie er völlig unsouverän mit eignere Kritik an ihm umgeht, hat er mich als Leser verloren. Er scheint ein Mensch zu sein der nur in Schwarz und Weiß denkt - und mein Leben hat mir gezeigt dass ich nicht so denke, nicht so denken möchte... und das es für meine Werte-Welt auch nicht passt. Von daher lese ich ihn schon lange nicht mehr und bekomme nur von dritten Personen mit, wenn er sich mal wieder an mir oder an unserem Podcast abarbeitet. Letzteres kommt mir leider oftmals so ein bisschen vor wie bei D. Trump. Er behauptet Unwahrheiten und glaubt dann tatsächlich, dass das stimmt was er glaubt. Ohne Fakten zu kennen. Nur um ein Beispiel zu nennen: Er sagt oft, dass nur wenige Verblendete unseren Podcast hören. In Wirklichkeit erfreuen wir uns über viele Tausend Hörer pro Folge. Er mag vielleicht mehr Leser haben, aber sooooooooo klein, wie wir in seinen Augen sind, sind wir nun auch nicht.


    Und ich bleibe noch einmal bei Gravensen. So lange ich ihn Gelsen habe, hat er sich fast ausschließlich nur mit den tiefen Themen des HSV beschäftigt. Struktur, Vereinsleben usw. Das ist auch richtig und wichtig - aber das ist für mich nicht alles. Der HSV ist für mich mehr als nur "Struktur", so wichtig sie auch ist. Manchmal habe ich auch Lust mich einfach nur mit dem Spiel, mit den 90 Minuten auf dem Rasen zu beschäftigen. Mal so - mal so. Dieser Mix ist mir glaube ich in all den Jahren ganz gut gelungen. Ob dies jetzt in der letzten Saison ein wenig anders wurde weiß ich nicht exakt einzuschätzen, der Plan war es definitiv nicht. Sasha und ich wollen und werden uns auch in Zukunft manchmal mit Boulevard, mal mit dem Spiel, und mal mit dem Verein auseinandersetzen. Diese Mischung soll weiter die DNA unseres Podcastes sein. Und Du hast mit Deinem Beitrag mir (uns) geholfen hierfür sensibel genug zu bleiben.


    Hierfür - und vor allem auch für Dein Lob, Deinen support und Deine langjährige treue möchte ich mich herzlich bedanken. Ich war schon berührt von Deinen Zeilen. Herzlichen Dank!

  • Hallo Louie , lieben Dank für Deinen epischen Post. Um ehrlich zu sein: Ich weiß gar nicht genau, was jetzt Dein Kritikpunkt an meiner Aussage ist, zumal ja auch die Frage fehlt, die Du angekündigt hast. 😀

    Ein Fan ist ein Fan, egal wieviel er in den Klub investiert. Da sind wir uns einig und das ist die Hauptsache.

    Vielen Dank übrigens für Dein Lob! ☺️

  • Viel geschrieben und am Ende nix bei rumgekommen - Typisch Louie! :D

    Ich scheine wohl meine Frage während des Schreibens nicht mehr im Fokus behalten zu haben, kann auch mal passieren. Sorry rebiger  :saint:

    Die Frage an sich war eigentlich: Differenzierst du auch innerhalb des Begriffes Fan oder ist bei dir wirklich direkt Fan gleich Fan - egal, wie viel oder wenig er zur Fan-Kultur oder zum Bestand des Vereins und damit verbundener Dinge beisteuert?


    Meine Kritik bestand im Grunde darin, dass ich jemanden nicht als Fan bezeichnen würde, wenn er das in meinen Augen nicht ist, Und das auch wenn er sich selbst als solcher sieht. Du händelst das scheinbar anders, was ich in einem gewissen Rahmen für nicht ganz richtig bzw. nicht ganz durchdacht halte.


    Zitat von FRIEDENsnobelpreisträger in spe: Louie

    Nochmal kurz zur Info: Ich will hier kein Streitthema draus machen, auch wenn es vielleicht bei dem ein oder anderen so ankommen könnte!

    Jeder hat seine eigene Gesinnung und Meinung und die darf er auch gerne behalten und ausdrücken. Für letzteres gibt es Foren wie dieses hier und hier wird weiterhin friedlich und ruhig um den heißen Brei schwadroniert ;) - Der letzte Satz könnte auch ein Zitat vom lieben Hoobs sein :/

    Aber wieder weiter im Text:


    Beispiel 1:

    Wenn du dich als Fan bezeichnest und ich dich nur als Sympathisant des Vereins oder der Bundesligamannschaft sehe und das auch so kommuniziere, dann habe ich laut deiner Aussage vom Fan-Dasein nicht viel verstanden, sollte also auch nicht zum Kreise der Fanszene zugehörig sein und du brauchst mich dann auch nicht in deinem Bekanntenkreis - so habe ich zumindest deine Antwort verstanden. Wenn ich das missverstanden oder falsch interpretiert habe, tut's mir Leid. Dann bin ich gespannt, wie das wirklich gemeint war :saint:


    Beispiel 2:

    Wenn du sagen würdest, ich war damals ein Fan des FC Bayern und ich sage entschieden Nein, ich war im Kindesalter Sympathisant ohne irgendeine Kenntnis des Vereins, dann würden wir auch nicht auf einen Nenner kommen. Und ich hätte dann die selbe Gesinnung wie du: Mein Gegenüber hat es nicht verstanden, was es heißt ein Fan zu sein.


    Am Ende beruht auch das alles auf eigener Meinung und eigenen Erfahrungen - deshalb reden wir hier darüber 8)


    Versteh mich da bitte nicht falsch, ich akzeptiere deine Ansicht und ich hab auch kein Problem damit, wenn du weiterhin alle über einen Kamm scherst (um meine Ansicht mal kurz und schmerzlos auszudrücken). Wenn man die Gründe nicht kennt und man selbst eine andere Meinung hat, hinterfragt man das halt manchmal - und Louie sowieso noch lieber als andere :P

    Ich wollte anhand meiner Sicht über das Fan-Dasein und meinem Kindheitsbeispiel nur aufzeigen, dass es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist.

    Ich habe dazu ja auch die Ultras erwähnt. Die sind zwar auch Fans, aber auch wieder eine Gruppe von Menschen für sich. Ein normaler Fan trägt in der Regel keine Kutte mit Aufnähern von vor 30 oder 40 Jahren. In der Regel kommen aus normalen Fan-Blöcken auch keine Rauchschwaden von Pyros ect. Und von den Ultras geht in der Regel nunmal die meiste Stimmung im Stadion aus - andere Fans sind dann eher still und schauen das Spiel, wenn auf der Nord bei uns nix los ist / wäre. Es gibt Pro und Kontras, aber am Ende polarisieren Ultras im Gegensatz zum normalen Fan erheblich. Und Ultras verhalten sich, wie beschrieben, auch anders.

    Meist denkt man über sowas ja auch erst ganz anders nach, wenn man mal ein solches Beispiel vor Augen hat ;)


    Wie dem auch sei, die Frage steht oben und wartet auf eine Antwort. Aber fühle dich bitte nicht dazu genötigt dich hier rechtfertigen zu müssen.

    Ich fänd es spannend und interessant deine Gründe für deine Sicht zu erfahren. Ich möchte doch unseren Lieblings-.Sascha noch ein Stückchen besser kennenlernen 8o


    Und falls noch jemand anderes hier im Forum eine Meinung dazu hat, immer her damit. Das hier soll keine 2-Mann-Unterhaltung werden ^^

    Jeden Tag - Jede Saison - In jeder Liga - NUR DER HSV!

  • Aaaaah, jetzt verstehe ich alles.


    Also: Mir ist durchaus bewusst, dass es innerhalb des Begriffes "Fan" gewisse Abstufungen gibt, was das Engagement und das Mitfiebern angeht. Der eine ist 34er, der andere guckt am Fernsehgerät, dem nächsten macht es nichts aus, die Ergebnisse erst montags nachzulesen. Aber alle sind Fans, und die Abstufungen machen keinen Fan zu einem besseren oder schlechteren.


    Ich mag es nicht, wenn Menschen anfangen zu vergleichen, wer denn nun der größere Fan sei. Bin ich im Vergleich zu einem, der das nicht tut, ein größerer (und besserer) Fan, weil ich alle Spiele im Stadion sehe und mir drei Trikots pro Saison kaufe? Nein. Denn vielleicht hat der andere Fan einfach nicht die Zeit oder die finanziellen Mittel. Und über den soll ich richten? (Und GANZ VIELLEICHT sagt er sich sogar: Die können mit meinem Geld eh nicht umgehen, das werfe ich denen nicht hinterher. Die müssen lernen, mit weniger auszukommen. Ich tu den also etwas Gutes, wenn ich keine Trikots kaufe. ;))
    Bin ich im Vergleich zu nicht podcastenden Fans ein besserer Fan? Nein. Auch hier: Vielleicht fehlt anderen die Zeit, das Geld oder sie mögen sich schlicht nicht der Masse präsentieren. Aber das macht sie nun mal nicht zu schlechteren Fans.

    Darum geht es mir.


    Wenn ich also in Foren lese, dass die, die nicht das Engagement an den Tag legen können oder wollen wie andere, nicht so große Fans sind, möchte ich ihnen gern etwas Ungezogenes ins Gesicht sagen.


    Zu Beispiel 1: Ich gebe zu, dass meine Aussage gerade im Hinblick auf dieses Beispiel extrem unglücklich erscheint. Sie entstand aus dem "Ärger" über solche Bewertungen und hätte seriöser formuliert werden sollen. Gleichwohl ist es aber so, dass ich mich frage, warum ich mit solchen Typen meine Zeit vergeuden soll, die der Meinung sind, sie wären ein besserer Fan als ich, nur weil sie öfter im Stadion sind. Sie kennen die Hintergründe des Fernbleibens nicht und urteilen wider besseren Wissens. Finde ich kacke.


    Zu Beispiel 2: Würde ich das sagen und du sagtest "Nein", würde ich sagen: "Oh, dann habe ich das falsch interpretiert/falsch verstanden. Sorry." Und schon wäre alles gut. :-)

  • Jetzt sind wir da, wo wir hinwollen ^^

    Danke für deine Ergänzung und Erklärung.

    Du hast damit schon Recht: Es ist falsch jemanden zu verurteilen oder abzustempeln, wenn man die Hintergründe nicht kennt. So ist es hier in unserem Fall, so ist es aber auch grundsätzlich!


    Wenn ich Fans unterscheide, also in die genannten "Schubladen" einsortiere, dann sind diese bei mir nicht per se abgestempelt. Der Zustand kann sich ja jederzeit ändern: Mehr oder weniger Interesse, Begeisterung, Aktionismus und Engagement ändern die Umstände ja doch manchmal relativ zügig.

    Und auch für mich ist keine der drei genannten Gruppen bzw. Untergruppen besser oder schlechter als die anderen. Warum auch?

    Wenn ich eine Gruppe als negativ ansehe, dann liegt es meist an den Taten, die die meisten Menschen innerhalb dieser Gruppe nachgehen. Beispiel-Stichwort: Ultras und der Einsatz von Pyros

    Aber deswegen sind das für mich keine schlechteren Menschen als "Normalos" oder "Sympathicos". Die haben halt andere Auffassungen vom Fan-Dasein und auch ganz andere Absichten und Meinungen. Diese kann ich dann meiden, wie du es vermutlich auch tun würdest.


    Auch schön ist da ein Unterscheidungsbeispiel bei den Ultras:

    Ein Ultra ist per se kein schlechter Mensch. Allerdings nehme ich mir die Freiheit heraus, manch einen dieser Menschen negativ abzustempeln. Das passiert halt dann, wenn mal wieder ein paar Pyro-Chaoten zündeln und sich und ihre Feuersbrunst ganz toll finden und auf die Gesundheit anderer nebenstehender Menschen (und vor allem auch Kinder) pfeifen. Wie oben beschrieben, ist das eine andere Auffassung. Aber wer andere mutwillig und rücksichtslos in Gefahr bringt, der ist bei mir dann doch relativ schnell unten durch.

    Wenn die Jungs umbedingt zündeln wollen, dann doch bitte im heimischen Garten oder irgendwo, wo sie nur sich selbst schaden können.

    Oder - noch besser - einfach mal direkt aufhören? Pyros sind nett anzusehen - Ja, ab und an vielleicht - aber Transparente oder generell Pyro-freie Choreos sind da doch noch ne ganze Ecke cooler. Und vor allem: Für Fans und den Herzensverein viel viel günstiger! Aber fangen wir lieber nicht davon an...


    Bei solch einem verantwortungslosen Handeln wie zuvor beschrieben bekomm ich ne Hasskappe und veruteile diese Menschen, allerdings nicht die Ultras als Fan-Gruppierung an sich. Die meisten wissen sich immerhin zu benehmen und für gute Stimmung zu sorgen. Und selbst wenn: Menschen machen Fehler und im Grunde hat jeder Mensch bei mir eine zweite Chance verdient (Ausnahmen je nach Schwere des begangenen Verbrechens vorbehalten!).


    Aber eventuell führt das hier jetzt auch wieder zu weit weg vom eigentlichen Thema des aktuellen Podcasts :saint:

    Lange Rede, kurzer Sinn:

    Nochmals Danke Sascha für die Aufklärung und nette Unterhaltung zu dem Thema.

    Beim nächsten Community-Treffen zieh ich mir das Herrmann-Kostüm an und knuddel dich ne Runde (Diese Angabe ist ohne Gewähr, Verpflichtung und keine ernstzunehmende Ankündigung!) :D

    Und diesmal sollte es was werden. Inzwischen sind ein neues Handy und LTE am Start - da sollte normal auch eine vorherige Kommunikation drin sein, falls was passiert ;) Grüße gehen auch an dich raus, Hoobs  8)


    Ganz nebenbei freue ich mich schon auf die nächste von dir vorgelesene Szene des Spiels, die ich verfasse - wann auch immer das sein mag!

    This streak will never ends. ;)

    Jeden Tag - Jede Saison - In jeder Liga - NUR DER HSV!

  • Vielen Dank Hoobs und rebiger für Eure netten und erklärenden Antworten. Ich habe das "wir sind ja nur Fans" wohl in der Tat etwas überinterpretiert:) An den Link zum Reingemacht Podcast hatte ich gar nicht gedacht.


    rebiger Sollte aus irgendwelchen Gründen der Eindruck entstanden sein, dass ich den Podcast nach bzw. wegen Eures kongenialen Zusammenschlusses irgendwie schlechter fand als vorher, dann war das ganz sicher nicht so gemeint. Ich habe den "In Dino Veritas" Podcast vorher auch immer schon sehr gerne gehört. Obwohl ich beim Quiz ganz mies ausgesehen hätte. Also dieser Nachschub nur für alle Fälle. Ich finde Ihr habt euch als Team gut "eingegrooved" über den Verlauf der letzten Saison.


    Hoobs eigentlich wollte ich gar nicht groß über "Gravesen" sprechen. Mir fiel nur sein Zitat ein. Ich finde es generell sehr schade und auch irgendwie kontraproduktiv, dass er oft einen so grenzwertigen Umgangston pflegt und beleidigend wird. Ich glaube nämlich, dass seine inhaltlichen Aussagen bzgl. der Strukturen und sein "den Finger in die Wunde legen" sehr wichtig sind und mehr Menschen/Fans (nicht alle, muss auch nicht) sensibilisieren könnten, wenn sie denn anders und vernünftig vorgetragen würden. Seine Aussagen zu eurem Podcast sind natürlich völliger Unsinn. Darüber braucht man auch gar keine weiteren Worte zu verlieren.


    Genießt die Sommerpause und tankt kraft für die neue Saison8)