Zukunft der DFB-11

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  • Da es nun seit gestern Abend offiziell ist und mittlerweile alle wissen, dass Jogi weiter machen wird, wollte ich euch mal fragen, wie ihr dazu steht und wie es insgesamt weitergehen könnte.


    Vor allem im Hinblick auf die Nations League, die am 06.09.2018 startet und bekanntermaßen einen Titel oder einen Abstieg bedeuten kann.


    Aber auch weitere Aspekte, die sich mir noch fragend stellen, sind, wie kann der DFB sich mit den Fans wieder aufeinander zu bewegen, da der Abstand ja mittlerweile nicht zu übersehen ist.


    Soviel nun erstmal zur Eröffnung der Debatte.

    Hallo, mein Name ist Simon, aber meine Freunde nennen mich Simon.

    - Simon, the Sorcerer

  • SimonDeLaus

    Hat den Titel des Themas von „DFB-11 der Zukunft“ zu „Zukunft der DFB-11“ geändert.
  • Ich hatte etwas das Gefühl, das Löw & Bierhoff etwas abgehoben waren. Irgendwie so beratungsresistent. Keine Frage, sie haben sehr viel erreicht in den vergangenen Jahren. Dieser neue Wettbewerb interessiert mich NULL. Ich schaue auch schon lange keine Freundschaftsspiele mehr. Ich denke, Löw muss sich mehr bewegen. Es kamen ja auch anonyme Stimmen aus der Mannschaft, die einiges angeprangert haben. Der Entschluss, weiter zu machen ist in meinen Augen zu schnell gegangen. Man hätte alles aufarbeiten müssen. Auch mit den Spielern vernünftig sprechen.


    Ein weiterer Punkt ist diese Vermarktung über "die Mannschaft". Diese künstlichen, bezahlten Choreos sind echt albern. Gibt es die in anderen Ländern auch? Dadurch entsteht sehr viel Häme.

    Vorstand ist nur ein Titel. Ich bin hier mit meiner privaten und eigenen Meinung unterwegs.

  • Wenn ich Nations-League lese kriege ich schon einen zuviel. Mich verliert die N11 gerade. Die WM verfolge ich auch schon kaum und wenn, so habe ich festgestellt, dass ich nichts verpasse. Den Geniestreich von Lukaku kann ich mir dann immer noch anschauen.


    Ich bin da komplett übersättigt. Oberkante Unterlippe.


    Jogi hätte für mich entlassen gehört. Wie soll jemand, der es geschafft hat, eine Truppe (denn eine Mannschaft war es allem Anschein ja nicht) zu spalten, der Richtige für einen Neuaufbau sein. Da ist viel Porzellan zerschlagen worden, auch und gerade bei den nachrückenden jüngeren Spielern. Ein wirkliches Vertrauensverhältnis scheint mir da kaum noch möglich.

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • DAS Jogi weiter macht finde ich gut. WIE es dazu gekommen ist finde ich schwach. Und da setzt meine Kritik an die ich ja schon im Podcast geäußert habe.

  • So nun auch mal meine Meinung. Hab mir da mal verschiedene Gedanken gemacht.


    Hätte Löw wirklich unbedingt aufhören müssen und ist die gewählte Alternative des Weitermachens wirklich so schlimm?


    Klar, das Ausscheiden in der Vorrunde ist zum mindest für die Historie des DFB bei Weltmeisterschaften ein Tiefpunkt, aber um ehrlich zu sein, gab es auch andere Zeiten, wo der DFB im Argen lag. Ich erinnere da nur an 2004.


    Aber danach hat eine Zeit des Erfolgs begonnen. Zu erst mit Klinsmann und Löw als CO-Trainer und danach mit Löw als Chef. Seit 2006 hat der Deutsche Fußball immer unter den Top4 der großen Turniere gestanden - bei WMs lässt sich das sogar auf die Top3 eingrenzen.

    Diese Reise des Wachstums gipfelte im Titel 2014. Danach verließ man sich zu sehr auf die Erfahrung und ein "das wird schon" und konzentrierte sich zusehend mehr und mehr aufs PR und entfernte sich vom gemeinen Fan - was auch hier im Forum deutlich zu sehen ist. Als man 2016 das Halbfinale erreichte, hat man sich wohl mit dem Vorgehen bestätigt gefühlt und weiter gemacht. Auch der Confed-Cup bestätigte im Großen und Ganzen das Vorgehen. Auch die mit einer Leichtigkeit überstandene Qualifikation mit Torrekord und nur 4 Gegentoren, ließ vorerst keinen Zweifel an der Vorgehensweise aufkommen. Warum auch? Als dann dieses Jahr die ersten Misserfolge kamen, tat man es als "sind nur Testspiele" und "wird schon" ab. Nur darin lag die Gefahr. Es waren nicht nur Testspiele, sondern eine Selbstgefälligkeit, die vor allem durch die Quali entstanden ist. Nun wie die Geschichte vorerst ausging, ist bekannt.


    Ich kann durchaus verstehen, warum Löw nun eben nicht sagt: "Wo ist mein Hut? Ich geh dann mal." Er will nicht mit dem Misserfolg seine erfolgreiche Zeit, welche auf konstant hohem Niveau ablief, beenden, sondern seinen eigenen Fehler ausmerzen.


    Worin lag sein Fehler auf sportlicher Seite? An der Auswahl der Spieler selbst erstmal nicht. Denn wenn ich es richtig im Kopf habe, waren 14 von 23 Spielern aus der dem Confed-Cup dabei und es wurden bis auf die Torhüter alle mindestens einmalig eingesetzt, wenn ich mich nicht irre. Also an der Mischung selbst zwischen jung und alt lag es nicht. Meines Erachtens lag es daran, dass bestimmte Spieler sich so verdient haben, dass sie eine Art Blankoscheck haben und aus Prinzip auflaufen durften und das dementsprechend auch für Unmut im Team gesorgt hat. Löw hat dies zwar ab dem zweiten Spiel zu korrigieren versucht, in dem er Spieler, die sonst immer 90min durch spielen, plötzlich 90min auf der Bank ließ, aber dies war zu spät. Auch ein Aspekt ist, dass er zu sehr auf sein altbewährtes '4-2-3-1 und ständig ohne Risiko passen' - System vertraute. - Die Spanier sind übrigens auch genau deshalb gescheitert.

    Da ich die Ära Löw nicht an Titeln selbst messe - Zwei hat er ja trotzdem geholt und einen davon zum ersten Mal - sondern an der Konstanz des gesamten Zeitraums, stört es mich nicht, dass Löw sagt, er will weitermachen und die Scherben aufräumen. Seine Aufgabe ist es nun jedoch, ein neues System, eine neue Spiel Weise zu finden, welche nicht mehr auch 90%-Ballbesitz und nur auf risikolose Querpässe setzt. Sondern mit dem gewissem Mut und Tempo auch mal ab durch die Mitte geht. Auch bin ich nicht der Einzige, der der Meinung ist, dass das Spiel mittlerweile zu parallel zu den Torlinien stattfand. Auch muss es einen Wandel in der Art und Weise der Aufstellung geben. Ein 'er ist ein verdienter Spieler' - Aufstellen darfst es so nicht mehr geben, damit der Hunger zum auflaufen neben dem Platz gehalten hat und kein "ich lauf eh auf" entsteht. Um dies zu zeigen, kann der die qualitativ hochwertigeren Spiele der NL gegen Frankreich und den Niederlanden nutzen. Die meines Erachtens definitiv sinnvoller sind als Testspiele gegen Saudi-Arabien oder Russland. (auch für die kleinen Nationen, die mal auf Augenhöhe spielen können und überhaupt mal (Test)Spielgegner haben, ohne abgeschossen zu werden). Hier muss ich trotzdem noch mal anmerken: Würde Löw mit der N11 in der NL absteigen, dann ist auch meines Erachtens nach Löw nicht mehr haltbar. Aber dass das passiert, wag ich jetzt erstmal zu bezweifeln und freu mich schon irgendwie auf das erste Spiel im September gegen Frankreich 🇫🇷.



    Um mal zum Ende zu kommen:

    Keine Selbstverständlichkeiten kein unnötiges und ablenkendes Marketing mehr.


    PS: überall im Fußball wird auf Erfüllen des Vertrages gepocht. Sei es bei Spielern oder Trainern. Aber kaum läuft es mal nicht wie gewünscht, soll einer direkt abdampfen. Unabhängig davon, ob Vertrag oder nicht.

    Hallo, mein Name ist Simon, aber meine Freunde nennen mich Simon.

    - Simon, the Sorcerer

  • Spätestens nach dem Bierhoff Interview ist für mich die Zeit für einen Wechsel in der Verantwortung gekommen. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass die Strukturen arg festgefahren sind. Es ist nach über einem Jahrzehnt in der Verantwortung Zeit für neue Impulse. Und Löw würde für mich nicht als Verlierer gehen, sondern als der erfolgreichste Nationaltrainer meiner Fussballzeit.


    Es muss jetzt ein neues Team aufgebaut werden, welches den Hunger auf Titel wie zum Beispiel gerade Belgien zeigt. Die Spieler müssen aus ihrer Komfortzone gelockt werden. Es müssen wieder offene Duelle um die Plätze in der Nationalelf stattfinden. Für mich war es z.B. nicht in Ordnung, dass bei der Bekanntgabe des WM-Teams keine Fragen zugelassen wurden.


    Sollte Löw weiter machen , bin ich sehr gespannt, wie er für diesen frischen Wind sorgen wird. Vielleicht wäre auch für das Trainerteam frischer Wind eine schöne Abwechslung. Jobangebote sollte es mehr als genug geben.

    Und wenn das Schiff auf dem wir stehn,

    auch einmal droht unter zu gehn,

    Wir bleiben drauf mit Mann und Maus

    Wir stehn zu unserem HSV!