HSV startet in die Saisonvorbereitung!

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  • Sie sollten aber deiner Meinung anders reagieren, wenn ich es richtig verstanden habe.

    Dann wären sie also quasi Übermenschen. Genau das sind sie mMn aber nicht.

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • Sie sollten aber deiner Meinung anders reagieren, wenn ich es richtig verstanden habe.

    Dann wären sie also quasi Übermenschen. Genau das sind sie mMn aber nicht.

    Übermenschen. Wie kommt man auf sowas? :-)

    Nein. Profisportler haben aber andere Gehaltsklassen, Arbeitszeiten, Lebenswandel, Umfelder, Gewohnheiten, sprich: ein komplett anderes Leben als "normale" Arbeitnehmer. Hier mal zum shoppen nach Mailand, da mal der Porsche statt des Gebrauchtwagens. Oder eine Überweisung an die 30 Verwandten in der Heimat (bei vielen Brasilianern beispielsweise). Und auch, wenn sie theoretisch eher auf Teile ihrer Einnahmen verzichten könnten, wird es allein deshalb kaum jemand tun: Weil sie in einer anderen Welt leben und an Dinge denken, auf die wir nicht im Ansatz kommen.

  • Peter-Michel hat einen gültigen Vertrag, also warum sollte er auf Geld verzichten? Was man machen könnte, wäre, man verhandelt einen Anschlußvertrag aus, der ihn auf Holtby-/Huntniveau verdienen lässt. Es ist aber die Frage: Wollen wir das?

    Was sein Geld angeht: Er ist 26 Jahre alt. Er wird nicht am Hungertuch nagen, aber seine zukünftigen Verträge werden bei weitem nicht das einbringen, was er bis jetzt verdient hat. Sein Lebensverdienst ist, wenn ich das mal ganz grob überschlage, ca 20 Mio€. Davon gehen Steuern ab und Mama Kerstin will auch was haben. Dann lebt er nen guten Stiefel, hat die tolle Wohnung an der Alster, ich denke, er wird weniger Geld auf dem Konto haben, als sich viele vorstellen (Kommt natürlich auch darauf an, wie er das Geld angelegt hat). Wie gesagt, er nagt nicht am Hungertuch, aber er hat noch viel Leben vor sich und wird nach diesem Vertrag nicht mehr das verdienen, wie jetzt und nach dem Fußball wird es wahrscheinlich noch weniger sein.

    Also, warum sollte er auf Geld verzichten

    Wer seine Familie schlecht macht, der macht sich selbst schlecht

  • Geiles Beispiel wie Diskussionen sich verlaufen können.... Das meine ich nicht kritisch, sondern ich muss darüber schmunzeln. Von Saisonvorbereitung, über Lasogga bis Übermenschen. Alles dabei ^^

    Auch Sportprofis sind Menschen.

    Hier wage ich jetzt einmal zu Wiedersprechen. Und zwar sogar ganz vehement zu Wiedersprechen!


    Meint man dies aus anatomischer, medizinischer oder juristischer Sichtweise, dann stimme ich dieser Aussage selbstverständlich zu 100% zu. Alles andere wäre ja auch quatsch. Steve Jobs, Albert Einstein, Leonardo Da Vinci, Nelson Mandela... alles nur Menschen. Richtig. Aber Menschen "wie Du und ich"? Da wage ich zu Wiedersprechen. Es gibt immer Menschen die sind viel schöner als der Durchschnitt, viel schlauer als der Durchschnitt, viel reicher als der Durchschnitt, viel erfolgreicher als der Durchschnitt... und haben damit auch viel mehr Einfluss auf andere Menschen und auf die gesamte Gesellschaft... als der Durchschnitt.


    • Wie viele Männer spielen in Deutschland Fussball? Einige Millionen
    • Wie viele Männer spielen organisiert in Vereinen Fussball? Sicherlich mehrere Hunderttausend
    • Wie viele von denen können es sich leisten zumindest eine zeitlang nur vom Fussballspielen zu leben? Vielleicht einige Tausend (zähle ich die Jugendspieler hinzu die schon einige tausend Euro verdienen und selbst noch keine hohen Lebenskosten haben)
    • Wie viele Fussballspieler sind Profis und verdienen über 10.000 Euro im Monat? Einige Hundert
    • Wie viele von den Fussballspielern sind Millionäre? Hundert? Zweihundert?

    Die Spieler über die wir hier also schreiben und diskutieren, gehören zu einer absolut elitären Gruppe. Und von einer Elite darf man als Gesellschaft schon erwarten, dass man sich in bestimmten Situationen anderes verhält als ein "normaler Mensch". Der Anspruch von der Gesellschaft an diesen Personenkreis ist höher. Das war immer so, das ist so, und das wird so bleiben. Und ich finde das auch absolut okay. Und so wie sich einige "normale Menschen" völlig bescheuert verhalten, so werden auch einige Eliten ihren Ansprüchen nicht gerecht. Das ist zwar wiederum "menschlich", macht es aber aus meiner Sicht nicht weniger falsch.


    Was das mit unserer Diskussion um PML zu tun hat? Der wird schon seit jungen Jahren hofiert aufgrund seines Talents. Er hatte nicht nur das Glück Fussballtalent zu besitzen, sondern hatte auch das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein, so dass er entdeckt und gefördert wurde. PML hat dadurch nicht nur viele Millionen Euro verdient, sondern genießt seit vielen Jahren im Alltag auch zahlreiche Annehmlichkeiten.


    Logisch, dass ein sehr hoher Prozentsatz dieser Fussballprofis die Bodenhaftung verliert. Das kann man sicherlich auch nachvollziehen... aber ich finde das darf man nicht einfach so akzeptieren.


    Und im Fall PML ist es so, dass der Verein schon damals in größter finanzieller Not steckte als man ihm dieses Wahnsinnsangebot gemacht hat. Dafür muss er sich nicht entschuldigen! Die "Schuld" liegt eindeutig beim HSV... aber er hat es nie wirklich mit Leistung zurück gezahlt. Und das weiß er ganz genau. Zum Schluss spielte er im Ausland und der HSV zahlte ihm in der Zeit 2 Millionen, damit man sich vertragskonform verhält. Sprich: Der HSV hat alles getan um sich gegenüber PML fair zu verhalten. Ist es da wirklich zuviel verlangt, wenn ich als "normaler Mensch" jetzt erwarte, dass der Spieler zumindest jetzt auch mal ein Zeichen setzt und zu erkennen gibt, dass er dem Verein viel verdankt und ihm in schweren Zeiten zumindest ein bisschen entgegen kommt?


    Mir wird viel zu schnell gesagt "Warum soll er das tun? Würde ich doch auch nicht tun!" Mit solchen Aussagen suggeriert man (mutwillig oder nicht) auf einer Stufe mit einem Fussball-Millionär zu stehen. Und ich möchte behaupten, dass das totaler quatsch ist. Die Lebenssituation ist eine völlig andere! Und genau da setzt meine Kritik an. Wenn man als Profi einfordert und es wohl als "normal" empfindet dass mein Talent und meine Arbeit einen Wert von einigen Millionen Euro pro Jahr hat, der Durchschnittsverdienst in Hamburg jedoch bei 20.796 Euro netto pro Jahr (!) liegt (1.733,00 pro Monat), dann ist das nicht "eine Stufe". Aber auch so gar nicht. Damit nimmt man also für sich in Anspruch viel mehr Wert als der Durchschnittsbürger zu sein. Das darf man ja auch gerne machen - aber nicht nur in guten Zeiten wenn man den Ball in den Winkel haut und sich von der Kurve zurecht feiern lässt. Dann muss man sich diesen Ansprüchen auch stellen wenn der Wind mal von vorne weht und die Gesellschaft eine Reaktion erwartet, die ein Durchschnittsverdiener gar nicht leisten könnte. Ich finde definitiv, dass das weder naiv noch zu viel verlangt ist.


    Habe fertig.

  • Sehr viel Richtiges und Nachdenkenswertes drin! Danke. Es ist mir aber zu viel, um auf alles zu antworten. Deshalb nur auf eines:

    Mit solchen Aussagen suggeriert man (mutwillig oder nicht) auf einer Stufe mit einem Fussball-Millionär zu stehen.

    Fast: Wenn, dann suggeriere ich, dass der Fußballmillionär auf einer Stufe mit uns steht. In seiner Eigenschaft als Mensch.

  • Hoobs nette Abhandlung mit viel Wahrem.

    Ich mach es kurz: "Verlange nicht von anderen, was du selbst nicht tun würdest."


    Das war und ist mein Ansatz. Dabei ist es unerheblich ob jemand arm oder reich ist. Verzicht liegt im allgemeinen nicht in der Natur des Menschen.

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • Das wäre ein Hammer! Gestern reiste der HSV nach Glücksburg ins Trainingslager, wollte bis Freitag an der Flensburger Förde den ersten Teil der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison bestreiten. Doch wie die MOPO erfuhr, beraten die Hamburger darüber, das Quartier schon nach einem Tag wieder zu verlassen und nach dem Mittagessen in den Volkspark zurückkehren. Das Trainer-Team um Christian Titz soll nicht zufrieden sein mit dem Zustand des Rasens der Marineschule Mürwik. Eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.

    [MOPO]

    Wer seine Familie schlecht macht, der macht sich selbst schlecht

  • Das wäre ein Hammer! Gestern reiste der HSV nach Glücksburg ins Trainingslager, wollte bis Freitag an der Flensburger Förde den ersten Teil der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison bestreiten. Doch wie die MOPO erfuhr, beraten die Hamburger darüber, das Quartier schon nach einem Tag wieder zu verlassen und nach dem Mittagessen in den Volkspark zurückkehren. Das Trainer-Team um Christian Titz soll nicht zufrieden sein mit dem Zustand des Rasens der Marineschule Mürwik. Eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.

    [MOPO]

    Ach Du Sch... ! Das wäre ja mal wieder ein Rückfall in (fast) vergessene Zeiten...

    Vorstand ist nur ein Titel. Ich bin hier mit meiner privaten und eigenen Meinung unterwegs.

  • Seit Tagen werden die Rasenplätze in der Marineschule Mürwik gewässert und gepflegt. Der HSV schickte seinen Greenkeeper für mehrere Tage – auch das reicht noch nicht ganz. Ab Sonntag kümmern sich die Greenkeeper des Golfclubs um die Rasenpflege, die Grashöhe darf nur bei zwei Millimetern liegen. Immer dabei ist Sportoffizier Tim Gabrys, selbst ein großer HSV-Fan. „Wir tun alles dafür, dass der HSV sich bei uns wohlfühlt. Er muss doch sofort wieder aufsteigen nach dem Betriebsunfall Abstieg“, sagt Gabrys. – Quelle: shz.de/20231027 ©2018

    Wer seine Familie schlecht macht, der macht sich selbst schlecht

  • Ich will mal was einwerfen: In der zweiten Liga sind die Plätze auch nicht immer tutti in Ordnung. Wäre das Training auf einem Platz, der nicht zu 100% top ist, viel besser?

    Wer seine Familie schlecht macht, der macht sich selbst schlecht

  • Ich will mal was einwerfen: In der zweiten Liga sind die Plätze auch nicht immer tutti in Ordnung. Wäre das Training auf einem Platz, der nicht zu 100% top ist, viel besser?

    Interessanter Gedanke...

    Aber erhöht ein schlechter Platz nicht auch das Verletzungsrisiko? Vielleicht will man das vermeiden.

  • Auf dem Bild der B...d sieht man ja nicht, wie die Qualität wirklich ist.

    Wenn sich die Spieler im Spiel verletzten, dann ist es so. Aber bitte nicht aufgrund schlechter Trainingsbedingungen. Dann lieber abbrechen und nach Hamburg.

    Vorstand ist nur ein Titel. Ich bin hier mit meiner privaten und eigenen Meinung unterwegs.

  • Nur gut, dass da keine Ärzte-WM gespielt wurde.


    Was für Stümper! Immer weiter. Nur der HSV.


    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt lachen.

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • Dann nochmal Danke an die BILD für die tolle Schlagzeile und das aussagekräftige Bild (auf dem sich der Zustand ja sogar erahnen lässt) ...

    Und wenn das Schiff auf dem wir stehn,

    auch einmal droht unter zu gehn,

    Wir bleiben drauf mit Mann und Maus

    Wir stehn zu unserem HSV!