Christian Titz

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  • Ich finde die Ansätze sehr positiv.

    Nur die Veröffentlichung vor dem Trainingsauftakt finde ich etwas unglück, sollten die Spieler es noch nicht wissen

    Vorstand ist nur ein Titel. Ich bin hier mit meiner privaten und eigenen Meinung unterwegs.

  • Da ich die Sportbild nicht lese (und es auch niemandem empfehlen würde) und es der Text nicht hergab, wusste ich nicht, dass Titz ein Interview gegeben hat. Wenn es offiziell erzählt wurde, ist alles gut. Ich hatte nur befürchtet, dass schon wieder einer alles ausplaudert...

  • Herrje, die Vorgehensweise ist doch bekannt. Dass Titz so arbeitet, hat er bereits vor Wochen/Monaten verlauten lassen. Ansatzweise wurde so auch mit den Profis bereits gearbeitet. Da wurde dann anschließend mit den entsprechenden Gruppen das theoretisch erarbeitete im Training auf dem Platz geübt und umgesetzt, immer auf den jeweils nächsten Gegner bezogen.


    Darüber wurde auch bereits in der Presse berichtet.

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • Ich finde das ist eine sinnvolle Maßnahme.

    Klar das Leute die noch nie mit Teambuilding und Motivations/Indentifikationsbuilding zutun hatten rum Schrein: "Die soll lieber Fussballspielen"

    Aber sowas ist etwas komplexer als einfach nur ein Ball auf die Wiese legen.

  • Gewohnt gute Antworten. Ich hoffe, dass er seinen Spirit behält. Der HSV hat schon ganz andere Trainer gebrochen.


    Ich glaube nicht, dass die zweite Liga ein Spaziergang wird. Wir brauchen die von Titz angesprochene positive Grundstimmung, auch wenn wir mal verlieren.

    Und wenn das Schiff auf dem wir stehn,

    auch einmal droht unter zu gehn,

    Wir bleiben drauf mit Mann und Maus

    Wir stehn zu unserem HSV!

  • Titz ist für mich immer noch ein Wundertrainer. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als Gisdol übernommen hatte. Nach dem 1. oder 2. Spiel sagte Gisdol in einer PK, er müsse genau überlegen, wie viel Neues er der Mannschaft zutrauen kann und das es nur Schritt für Schritt geht. Als er dann einmal die Abwehrkette umgestellt hatte und das Spiel - natürlich - verloren wurde, wimmerte ein gewisser Djourou, dass man so was noch nie trainiert hatte und man so etwas nicht einfach spielen könnte. Ich dache bis dahin immer: „Der Gisdol hat recht. Das ist sachlogisch alles richtig, was er sagt und macht.“ Das Ergebnis ist bekannt.

    Und dann kommt ein Titz und lässt auf einmal Fußball spielen, der - für HSV-Verhältnisse - von einem anderen Stern kommt. Und das nicht nur einmal.

    Daher gilt für mich: Titz darf alles mit den Spielern manchen. Und wenn er alle Taktiken der letzten 30 Jahren mit Ministeck nachpuzzeln, Vereinswimpel mit Wachsmalstiften auf ein Flipchart pinseln oder Stadien am Sandstrand von Glückburg nachbauen lässt. Ich bin davon überzeugt, dass das alles einen Sinn ergibt.

  • Titz ist für mich immer noch ein Wundertrainer.

    Da bin ich ganz bei dir.

    Als Titz damals als Trainer für die 1. Mannschaft vorgestellt wurde hab ich nur gedacht: "Oh nein. Was soll der denn jetzt noch ausrichten und nun ist er natürlich auch für die Nachwuchsmannschaften verloren". Und dann hat man vom ersten Spiel gemerkt, dass unsere Jungs angefangen haben "richtigen" Fußball zu spielen. Als wir beim Spiel gegen Schalke im Stadion waren konnte ich kaum glauben, dass das da unten wirklich unsere Jungs sind. Das hätte ich nach so kurzer Zeit nie für möglich gehalten.

    Jetzt hoffe ich, dass es in der 2. Liga auch so gut funktioniert. Und falls wir nach ein paar Spielen nur im Mittelfeld sein sollten würde ich mir wünschen, dass wir trotzdem an Titz festhalten und geduldig sind.

  • Ich hoffe auch sehr, dass man an ihm festhält im Falle eines Falles. Titz setzt genau DAS um, was auch Hoobs immer wieder betont hat.

    Auch ich glaube daran, dass man erfolgreich ist, wenn „von oben“ eine Philosophie vorgelebt wird und diese dann von oben nach unten „durchlebt“ wird. Letztlich funktioniert ein Fußballverein wie ein Unternehmen (klingt ein wenig unromantisch, Entschuldigung!). Alle Trainer vorher sind zur Mannschaft gestoßen und haben erst mal geguckt: Mal sehen, was die Spieler so können.

    Dann haben sie letztlich das bestehende System leicht angepasst und fertig - aber immer mit dem Fokus auf dem, was die Spieler können.

    Bei Titz war es wohl eher so, dass er mit einer Spielphilosophie zu den Spielern gegangen ist und denen erklärt hat, wie sie spielen sollen. Wer es nicht hinbekommen hat, wurde aussortiert (z. B. Mavraj). Gnadenlos! Aber nur so geht es. Wenn jetzt noch die Führung des HSV zu 100% diesen Weg weitergeht, wird es langfristig erfolgreich werden. Davon bin ich überzeugt.

    Außerdem kann man nur so Spieler besser machen. Man verbessert keine Spieler in dem man sein Spielsystem dem „Spielermaterial“ anpasst. Nein, man muss das „Spielermaterial“ (böses Wort) dem Spielsystem anpassen.

    Ich muss immer noch mit dem Kopf schütteln, als Gisdol nach seiner Wintervorbereitung von 2 oder 3 Wochen am jammern war, dass die Zeit so kurz war und dann kommt so ein Fussballlehrer um die Ecke und macht das in ein paar Tagen. Ich habe es niemals für möglich gehalten. Vor 3 Monaten haben wir alle noch gedacht, dass der HSV untrainierbar wäre.

    In diesem Sinne:

    I believe in Titz!

  • Bloechi ach innerlich geht es mir ja auch so. Aber das Geschäft bleibt leider auch mit Titz das gleiche. Sollte er trotz guter Taktik und allem was dazu gehört zu wenig gewinnen, wird er wohl gehen müssen. Selbst wenn es auf längere Sicht mit ihm Erfolgreicher sein würde. Das sollten wir bei all dem Lob oder der Hoffnung nicht vergessen.

  • Zitat

    Es gab noch nicht viele HSV-Trainer, die vor jeder Trainingseinheit die Zuschauer mit einem freundlichen „Guten Morgen“ begrüßten und sich so volksnah gaben wie Titz. [...] „Ich habe mich als Typ nicht verändert“, sagt Titz. „Ich bin nicht da, um mich für die Menschen zu verstellen. Ich bin hier, um mit der Mannschaft zu arbeiten und mich so zu geben, wie ich bin. Ich entscheide für die Sache, nicht für die Öffentlichkeit.“

    https://www.abendblatt.de/spor…n-voller-Neuanfaenge.html

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • “ Fußball beginnt im Kopf"

    gestern noch in Büdelsdorf, heute in Dortmund auf der Ballsportmesse BaSpo mit einem sehr launisch en Vortrag.


    Christian Titz ist ein viel gefragter Mann.


    Der Vortrag in ganzer Schönheit kann nachgehört und nach geschaut werden unter:


    https://m.facebook.com/story.p…619934&id=984373798317779

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

    Einmal editiert, zuletzt von HeLuecht ()

  • Was hat er von solchen Medienauftritten?

    Was will er damit erreichen?

    (keine rhetorischen Fragen)

    Ich weiß gar nicht ob man da zu viel rein interpretieren muss. Vielleicht hat er auch einfach Spaß dran und vermittelt gerne seine Ideen. Fußball Freunde von mir die auch Trainer sind, kannten Titz schon mir weil ihnen der Trainer Blog bekannt war. Vielleicht hat er das vorher auch schon gemacht und wir haben es nur nicht mitbekommen. Oder er ist jetzt einfach gefragter mit Bulli Erfahrung. Gestern im Testspiel hat mich jetzt weniger Arp beeindruckt als das die Jungs wirklich bis zum Schluß voll durchgezogen haben. Alle haben sich rein gehauen. Keiner Arrogant sondern ganz professionell runter gespielt. Vielleicht auch ein verdienst von Titz.

  • Was hat er von solchen Medienauftritten?

    Was will er damit erreichen?

    (keine rhetorischen Fragen)

    Gute Fragen!


    Ich kann das dir und für mich nicht abschließend beurteilen, versuche mich von daher mal an zwei Szenarien:


    Szenario 1:

    Christian Titz macht das, was er immer gemacht hat. Er geht seinem Trainer ob nach und er hält Vorträge. Genau so, wie er es bisher immer gemacht hat. Der einzige Unterschied: das mediale Interesse ist um ein Vielfaches höher als früher, denn inzwischen kann Titz keinen Schritt mehr vor seine Halstenbeker Tür (Gruß an den Nachbarn SaureHefe1887 ) setzen ohne direkt im Fokus zu stehen.

    Zitat

    „Du stehst jetzt immer unter Beobachtung. Diese Form der öffentlichen Wahrnehmung hat mich überrascht“

    sagte Titz z. B. Dazu gegenüber dem HA.


    Die Termine nimmt er auch wahr, um dem HSV weiterhin ein positives Image zu verschaffen.


    Szenario 2:

    Christian Titz ist ein cleverer Geschäftsmann, der die Eisen so lange schmiedet wie sie heiß sind. Er nutzt die derzeitige Popularität aus, um sich zu zeigen, sich ins Gespräch zu bringen und sein Geschäft anzukurbeln. Seine Bücher sind momentan absolute Renner und zum Teil ausverkauft. Für den Fall eines schnellen Scheiterns hätte er dennoch ganz sicher Zulauf in seiner Fußballschule und neue Bücher ließen sich auch schneller und in höherer Auflage verkaufen.


    Er tut also etwas für sich und nutzt den HSV, wie Felix Magath sagte, für seine Eigeninteresse (aus).


    Wie gesagt, ich vermag mich zwischen beiden Szenarien nicht zu entscheiden. Es scheint mir eher eine Mischung aus beiden zu sein (wie immer sind es nicht Schwarz oder Weiß, sondern die Grautöne, die das Bild letztlich ausmachen).


    Dennoch betrachte ich es mit wachsendem Unbehagen, dass Christian Titz inzwischen an keinem Mikrofon mehr vorbeigehen zu können und mehr und mehr Gefallen am Rampenlicht zu finden scheint. Es wirkt fast so, als suhle er sich inzwischen darin, in seinem doch noch recht bescheidenen und sehr fragilen Erfolg.


    Aber auch das wäre menschlich und nachvollziehbar. Auch das wäre ein Stück seiner Authentizität, für die ich ihn letztlich (noch immer) schätze.

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • So, ich habe mich jetzt durch 2 Stunden Titz Vortrag bei der BaSpo gewühlt und werde das auszugsweise wohl auch noch häufiger wieder tun.


    Absolut empfehlens- und lohnenswert für jeden, der wissen und verstehen will, wie beim HSV derzeit unter Titz gearbeitet wird. Selten hat wohl jemals ein (HSV) Trainer so detailliert Einblick in seine Arbeit gewährt. Der Vortrag erklärt auch, warum er sich das leisten kann, ohne sich und seiner Mannschaft der Stärken zu berauben.


    Ich habe ihn ja schon häufig ganz in Ruhe bei der Arbeit mit der U21 beobachten können. Mit den heutigen Zusatzinformationen rundet sich ein durchweg positives Bild ab.


    Jedem Trainingskiebitz kann ich das Studium dieses Vortrags nur empfehlen. Er wird die Übungen wie die Pausen und alles, was sich auf den Nebenplätzen abspielt, wesentlich besser begreifen und einordnen können.


    All jenen, die das Ausarbeiten von Powerpointpräsentationen naserümpfend begleitet haben, werden ebenfalls hinreichend Argumente an die Hand gegeben, ihre Position zu revidieren.


    Klasse Vortrag!

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    In einer Zeit, die nach dem Lehrsatz lebt, dass maximaler Lustgewinn dadurch zu erzielen ist, dass man sich ausruht, bevor man sich angestrengt hat, in einer solchen Zeit muss man absteigen und nicht aufsteigen.

  • danke für die Info!

    Und danke, für Deine Einschätzungen im allgemeinen zu Titz. Das zeigt mir, dass Du Deine Meinungen auch ändern kannst.

    Und auch an diejenigen, die unsere „Auseinandersetzungen“ hier und da verfolgt haben: ich denke, wir beide respektieren unsere teilweisen gegensätzlichen Meinungen. Man muss sich auch mal fetzen können. 😉

    Hauptsache, wir beide können uns in die Augen sehen und zusammen Bier trinken. 😜

    #nurderHSV

    Vorstand ist nur ein Titel. Ich bin hier mit meiner privaten und eigenen Meinung unterwegs.